Aphasie

Aphasie – wenn eine Hirnverletzung sprachlos macht

Eine Aphasie wird durch eine auf bestimmte Hirnregionen fokussierte Schädigung der sprachdominanten HIrnhälfte ausgelöst. Die meisten Aphasien entstehen durch Schlaganfälle, alle weiteren durch Hirngefäßverschlüsse, Hirnblutungen Schädelhirntraumata, Hirntumore oder entzündliche Prozesse im Gehirn.

Aphasische Störungen können sich je nach Ausprägungsgrad auf alle Modalitäten von Sprache auswirken: auf das Sprechen, das Verstehen, das Lesen und das Schreiben.

Bei der Behandlung ist zu beachten, dass diese Sprachstörung in der Regel (außer bei Kindern) nach dem vollzogenen Spracherwerb auftritt. Der Patient kann also im Idealfall zum Teil auf bereits erworbenes sprachliches Wissen zurückgreifen.

Erstes Ziel der sprachtherapeutischen Behandlung  ist stets die Förderung der kommunikativen Fähigkeiten, um eine Teilhabe am sozialen Leben zu garantieren. Je nach Aphasieform werden dann entsprechende Übungen zur Verbesserung der sprachlichen Teilbereiche (s.o.)  individuell abgestimmt. Dabei kann es sich u.a. um Übungen zur Wortfindung, zum Hörverstehen, zum Lese-Sinn-Verständnis oder zum Schreiben handeln.