Sprachentwicklungsverzögerung (SEV)

SEV – rechtzeitige Behandlung schützt vor Spätfolgen

Bei Sprachentwicklungsverzögerungen (SEV) sind die normalen Abläufe des Spracherwerbs um wenigstens sechs Monate verzögert. Dabei können sowohl die Bereiche Sprachverständnis und Wortschatz als auch die Artikulation und die Grammatik betroffen sein.

Ein Teilsymptom kann die Dyslalie, also eine Störung des sprachlichen Lauterwerbs, sein. Hier fehlen einzelne Laute oder Lautverbindungen, werden durch andere ersetzt oder dermaßen falsch gebildet, dass der Ersatzlaut nicht in der Muttersprache vorkommt.

Besonders im Hinblick auf den mit Schulbeginn einsetzenden Schriftspracherwerb sollten Defizite bei der Lautbildung spätestens zum Schulbeginn beseitigt sein, da sich die Aussprachefehler ansonsten in der Schriftsprache niederschlagen können.

Ein weiterer Teilbereich der SEV kann der  Dysgrammatismus sein. Hier handelt es sich um eine grammatische Störung des Sprechens und des Schreibens bei Kindern. Man unterscheidet dabei zwischen Schwierigkeiten bei der Deklination und Konjugation (morphologische Störung) und Problemen, Sätze korrekt aufzubauen (syntaktische Störung).