Morbus Parkinson – Aggressive Träume als Vorboten

Morbus Parkinson – Aggressive Träume als Vorboten

Die Krankheit Morbus Parkinson

Morbus Parkinson ist eine neurodegenerative Erkrankung des Gehirns. Dabei sterben die Nervenzellen ab, die für die Dopaminproduktion verantwortlich sind, wodurch es zu Muskelzittern bis hin zur Museklstarre kommen kann. Daraus können Haltungsinstabilitäten und Einschränkungen bei der Ausführung von Bewegungen oder Bewegungsabläufen folgen. In Deutschland leiden rund 350.000 Menschen unter dieser Krankheit. Je eher Morbus Parkinson erkannt wird, desto größer sind die Chancen das Eintreten der Pflegebedürftigkeit hinauszuzögern. Früh auftretende Symptome können laut der Deutschen Parkinson-Gesellschaft (DPG) und der Deutschen Gesellschaft für Neurologie nicht nur Geruchsstörungen und Depressionen sondern auch aggressive Träume sein.

Erste Anzeichen – Aggressive Träume

Wer im Schlaf um sich tritt und schlägt, schreit oder sogar seinen Bettnachbarn verletzt, hat nicht unbedingt ein erhöhtes Gewaltpotential oder eine aggressive Natur, sondern leidet vielleicht unter Traum-Schlaf-Störungen. Menschen, die unter dieser Störung leiden, haben ein erhöhtes Risiko (60-70%) in den nächsten 30 Jahren auch an Morbus Parkinson zu erkranken. Dabei sind Männer häufiger betroffen als Frauen. Beobachtungen in Schlaflaboren haben gezeigt, dass Gewaltträume eher in der zweiten Nachthälfte und während der REM-Phase auftreten. Aufgrund der Traum-Schlaf-Störung kommt es immer wieder zu Anspannungen in den Muskeln, die in Verbindung mit gewalttätigen oder aggressiven Traumgedanken zu Schlag- und Tretbewegungen führen. Der Betroffene durchlebt diese Träume förmlich, wodurch er nicht nur sich selbst sondern auch anderen verletzt.

Was passiert, wenn sich die Frühsymptome zeigen?

Eine hundertprozentige Diagnose für Morbus Parkinson kann auf Grund dieser Frühsymptome jedoch noch nicht gestellt werden. Denn aggressive Träume sind eben nur ein Hinweis und kein zuverlässiges Kriterium und da es bisher leider noch kein Medikament gibt, die den Ausbruch der Krankheit verhindern, kann man auch nicht in diesem Maße prophylaktisch vorbehandeln. Da aber die Zahl der Älteren Menschen und damit auch die Zahl der Patienten steigt, ist diese Erkenntnis nicht nur von wissenschaftlicher Seite aus ein Zugewinn, sondern auch aus therapeutischer Sicht. Denn auch wenn Morbus Parkinson bisher unheilbar ist, so gibt es doch Therapieformen und Medikamente, die den Krankheitsverlauf beeinflussen können.