Schweizer Kanton klärt Zuständigkeit

Schweizer Kanton klärt Zuständigkeit

Der Kantonsrat Solothurn hat eine Vorlage für das Volksschulgesetz verabschiedet

Die Finanzierungsregelung soll zugunsten der Gemeinden ausfallen. So übernehmen die Gemeinden neu die bisher vom Kanton getragenen Lohn- und Sozialkosten der Logopäden und Logopädinnen, wobei der Kanton an die Lohnkosten im Rahmen der normalen Lehrerbesoldungssubventionen einen Teil beitragen wird. Die Kosten der regionalen Kleinklassen wird dafür nun der Kanton allein übernehmen.

Die Logopädielehrkräfte wurden bisher von den örtlichen Schulleitungen angestellt, jedoch vom Kanton finanziert. Nun soll Finanzierung und Anstellung der Logopädielehrkräfte künftig bei den Gemeinden beziehungsweise den Schulleitungen liegen.

Die regionalen Kleinklassen sollen nun an die heilpädagogischen Sonderschulen gebunden und durch den Kanton getragen werden. Die regionalen Kleinklassen richten sich dabei an verhaltensauffällige Schüler/-innen, die innerhalb der Regelklasse nicht wirksam betreut und gefördert werden können.

Die neue Aufgabenteilung zwischen Kanton und Gemeinden in den Bereichen Logopädie und Kleinklassen entspricht den Vereinbarungen mit dem Einwohnergemeindeverband (VSEG). Im Kantonsrat sollte die jetzt ausformulierte Änderung des Volksschulgesetzes kaum auf prinzipiellen Widerstand stoßen, denn im Rahmen des Maßnahmenplans 2014 hat das Parlament dem Grundsatz letzte Woche bereits oppositionslos zugestimmt.

(Quelle: www.grenchnertagblatt.ch/solothurn/kanton-solothurn/zustaendigkeiten-im-bereich-der-speziellen-foerderung-sollen-geklaert-werden-127841629)