Stottern – Wie Eltern helfen können!

Stottern – Wie Eltern helfen können!

Balbuties – oder Stottern, wie es im Volksmund genannt wird – ist eine häufiger auftretende Sprachstörung. Beeinflusst ist dabei der Redefluss. Beispielsweise werden Wörter, Silben oder auch nur einzelne Laute wiederholt, wodurch der Sprechablauf unterbrochen wird. Werden diese Probleme bei den eigenen Kindern beobachtet, machen sich Eltern selbstverständlich Sorgen.

Frühkindliches Stottern

Doch sowohl Logopäden als auch Kinderärzte geben Entwarnung: Bis zum 6. Lebensjahr sind Unterbrechungen des Redeflusses völlig unbedenklich. Die sprachliche Entwicklung des Kindes ist noch im Gange, sowohl der Wortschatz als auch die mentalen Systeme sind noch im Aufbau. Sollte ein Kind mal stottern, liegt es vielleicht einfach daran, dass es sich im Wortfindungsprozess befindet, also auf der Suche nach dem richtigen Wort ist.

Auch die sprachspezifischen Werkzeuge des Gehirns müssen bis zu einem bestimmten Alter noch nicht vollkommen ausgebildet sein. Es kann passieren, dass Laute, Silben oder Wörter „stecken“ bleiben, woraus dann beispielsweise Lautdehnungen oder Wiederholungen von Silben entstehen.

Eltern, deren Kinder ein solches Verhalten aufweisen, wird geraten, erstmal nur zu beobachten. Meist handelt es sich um ein frühkindliches Phänomen (80% der Fälle), das von alleine wieder verschwindet. Und mit ihm die Sorgen.

Therapeutische Hilfe

Ärztlichen Rat sollte man dann beziehen, wenn das Kind noch im Grundschulalter Redeflusstörungen aufweist.
Sollte eine solche dann diagnostiziert werden, folgt meist eine logopädische Behandlung, in der das Kind spielerisch den eigenen Redefluss therapiert. Leider gilt das Stottern in diesem Alter als unheilbar Sprachstörung und Eltern und Kind müssen lernen, damit umzugehen.

Jedoch kann der Sprachfluss eben in einer Therapie gezielt verflüssigt werden. Eine komplette Genesung ist in vielen Fällen aber nicht mehr möglich. Meist äußert sich das Stottern dann jedoch nur noch in sehr stressigen Situationen und weniger im Alltag. Eben dann kommt die mentale Fehlsteuerung wieder stärker durch.

Stellen Sie sich offen dem Problem

Mit Gesprächen können Eltern ihren Kindern helfen, mögliche psychische Belastungen zu entwerten. Ein offener und verständnisvoller Umgang mit dem Problem nimmt dem Kind die Last von den Schultern und zeigt ihm, dass es trotz dessen geliebt wird.