Transplantation von Stammzellen gegen Parkinson

Transplantation von Stammzellen gegen Parkinson

In Deutschland leiden rund 350.000 Menschen an Morbus Parkinson. Parkinson wird durch Dopaminmangel ausgelöst, der durch das Absterben, der für die Dopaminproduktion verantwortlichen Zellen verursacht wird. Muskelversteifungen, Instabilität und Tremore und damit eine akute Einschränkung der Bewegungsmöglichkeit sind die Folge. Verschiedene Forschungsinstitute beschäftigen sich eindringlich mit der Bekämpfung von Parkinson. Vor allem in der Transplantation von Stammzellen sehen Wissenschaftler eine große Chance, der Krankheit entgegenzuwirken.

 

Erste Erfolge bei Transplantation von Stammzellen

Einem Team von Forschern aus Bielefeld und Dresden ist es nun gelungen, menschliche Stammzellen in das Nervensystem von Ratten zu transplantieren. Diese Stammzellen, entnommen aus Nasengewebe, brachten dopaminerge Neuronen hervor, also Neuronen, die Dopamin herstellen. Die Ratten, die vorher mit künstlich erzeugtem Parkinson infiziert wurden, zeigten bereits nach kurzer Zeit erhebliche gesundheitliche Verbesserungen, ohne dabei schwere Nebenwirkungen zu erleiden. Doch woher nimmt man all die Stammzellen, die für die Heilung von Parkinson beim Menschen erforderlich sind? Daran arbeiten Wissenschaftler des GSF-Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit.

 

Die Umwandlung von Stammzellen in Dopamin-produzierende Zellen

Mit dem Wissen, dass das menschliche Gehirn Stammzellen enthält, entwickelten sie die Idee, bisher funktionslose Stammzellen so „umzuprogrammieren“, dass sie zu Dopamin produzierenden Zellen werden. Diese könnte man dann einfach transplantieren. Doch so simpel der Gedanke auch sein mag, die Umsetzung ist sehr kompliziert. Bisher sind die Prozesse, die hinter dieser Umwandlung stecken, noch nicht gänzlich bekannt bzw. erforscht. Prof. Dr. Wolfgang Wurst und sein Team transplantierten Gene in Mäuse, die Moleküle enthielten, welche den Prozess der Umwandlung von Stammzellen in dopaminerge Zellen fördern sollten. Mit Erfolg! Im Nervensystem der Mäuse bildeten sich zusätzliche Dopamin-produzierende Zellen. Ob diese jedoch gegen Parkinson schützen können, ist noch unklar. Auch inwieweit dieser Prozess beim Menschen reduplizierbar ist.

 

 

Die Forschung leistet Großes und auch wenn noch viel Zeit ins Land gehen wird, bevor Parkinson-Patienten mittels der Transplantation von Stammzellen therapiert werden können, so geht es doch in die richtige Richtung.