Was haben urzeitliche Geräusche mit heutiger Sprache zu tun?

Was haben urzeitliche Geräusche mit heutiger Sprache zu tun?

Haben Sie schon einmal ganz bewusst die Geräusche und Klänge Ihrer Umgebung wahrgenommen? Sie hören das Brummen der Autos auf der Straße, die naheliegende Baustellen und die Stimmen der Arbeiter, das Zwitschern von Vögeln, ganz in der Nähe bellt vielleicht ein Hund, weil er auf das Martinshorn der Feuerwehr reagiert. Meist nehmen Sie solche Geräusche unbewusst wahr. Doch dieses unbewusste, kann spürbare Folgen haben, denn menschliche Emotionen werden von Geräuschen und Klängen beeinflusst. Meist intuitiv kann die Laune beispielsweise bei einer hohen Geräusch-Kulisse ins Negative umschlagen oder aber sich bei beruhigenden Klängen entspannen. Australische Forscher gehen noch einen Schritt weiter und behaupten, dass unsere heutige Sprache aus Geräuschen enstand, die unsere Vorfahren mit Emotionen assoziierten. Damit unterstützen sie eine von Darwin eingeführte Theorie. 

 

Für die frühzeitliche Kommunikation wurden Geräusche nachgeahmt

Das Ganze kann man sich so vorstellen: Geräusche, Sprache, Klänge und auch Musik haben alle die selben physikalischen Eigenschaften. Aus Wellen definieren sich Töne, die in Verbindung mit anderen Attributen dann entweder Geräusche, Musik oder Sprache bilden. Bei unseren sprachlosen Vorfahren war es so, dass Geräusche, wie beispielsweise das Knacken eines Astes im Wald, das Knurren eines Tieres oder ein Pfeifen eines Gruppenmitglieds bestimmte Emotionen hervorgerufen haben, je nachdem, mit welchen Situationen (das Anschleichen eines Feindes oder Tieres oder ein Signal der Gruppe) sie assoziiert wurden. Die ersten Kommunikationsversuche entspringen der Nachahmung dieser Geräusche, eben beispielsweise um zu warnen oder andere Informationen auszutauschen.

 

Mit Fortschreiten der Zeit wurden so immer mehr Geräusche und Klänge mit immer mehr Emotionen und Situationen verbunden, sodass sich eine Weiterbildung der Kommunikation vollziehen musste. Und so entstand eine Vorform unserer heutigen Sprache. Dieser sprachliche Ursprung sei laut Wissenschaftlern auch der Grund dafür, warum wir bis heute tiefe und laute Klänge eher als Bedrohung wahrnehmen, als beispielsweise leise und hohe Töne und warum zu viele Geräusche schnell zu einem Stressfaktor werden können.